Weiterentwicklung der Netzgesellschaft für Strom und Gas

Umspannwerk

Weiterentwicklung der Netzgesellschaft für Strom und Gas

In der Sitzung des Rates der Stadt Bedburg vom 23. Juni 2020 beschäftigten sich die Stadtverordneten mit dem Thema Weiterentwicklung der Netzgesellschaft für Strom und Gas. In diesem Zusammenhang hat der Rat der grundsätzlichen Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft der Städte Bergheim, Elsdorf und Bedburg als Rechtsträger des digitalen Gemeinschaftsstadtwerkes zugestimmt.

Die Städte streben an, die Transformation der Energieversorgung in der Region aktiv maßgeblich mitzugestalten und hierzu ihre energiewirtschaftlichen Aktivitäten koordiniert weiter auszubauen und gemeinsam –im Verbund mit anderen regionalen Akteuren – Projekte im Kontext der Energiewende und der Digitalisierung voranzutreiben. Hierbei verfolgen die Partner das Ziel, ihre strategische Position und Partizipation auf allen Stufen der Wertschöpfung in der örtlichen Energieversorgung nachhaltig zu stärken.

Ein Baustein zur Verwirklichung dieser Zielsetzungen ist das Projekt „DiGeSt Digitales Gemeinschaftsstadtwerk – im Kraftraum :terra nova für Bergheim|Elsdorf|Bedburg“.

Ziele des Vorhabens sind mittelfristige CO2-Neutralität und eine größtmögliche Energie- und Versorgungssicherheit, von Erzeugung bis Verbrauch in der Region des Kraftraums :terra nova.

Dabei soll die Integration erneuerbarer Energien maximal forciert werden und ein regionales, systemdienliches (virtuelles) Flächenkraftwerk „Kraftraum :terra nova“ – mit neuen technisch-physikalischen Eigenschaften – entstehen. Zudem sollen über die Digitalisierung der Energieversorgungsnetze neue Methoden und Modelle der Systemdienstleistungserbringung eingesetzt und weiterentwickelt werden, die nach Wegfall der Braunkohlekraftwerke vermehrt durch die dezentralen Erzeuger und Speicher im Verteilnetz erbracht werden müssen.

Das Projekt „DiGeSt Digitales Gemeinschaftsstadtwerk – im Kraftraum :terra nova für Bergheim|Elsdorf|Bedburg“ soll unter der Regie einer gemeinsamen Gesellschaft der drei Städte umgesetzt werden. Hierzu wurde bereits ein entsprechender Förderantrag bei der Zukunftsagentur Rheinisches Revier eingereicht.

Ein weiterer wesentlicher Aspekt im Kontext der Weiterentwicklung der Netzgesellschaften Strom und Gas stellt der forcierte Strukturwandel im Rheinischen Revier dar, der in den kommenden Jahren neue Projekte in der Region befördern wird und bietet den drei Städten jetzt die Chance, den Erhalt von Arbeitsplätzen und die Erhöhung der Wertschöpfung vor Ort aktiv mitzugestalten.

„Der beschlossene Strukturwandel ist – bei allen Schwierigkeiten- auch eine große Chance für unsere Stadt und die gesamte Region! In Zukunft werden wir uns immer stärker mit unseren Netzen beschäftigen, da es hier für die Kommunen große Herausforderungen, aber auch sehr große Potenziale gibt. In einer Zukunft ohne konventionelle Kraftwerke wird die Virtualisierung solcher Kraftwerke benötigt, um unsere Netze stabil und sicher zu halten. Bei diesem Netzumbau wollen wir als Stadt mitwirken. Ich werde alles daransetzen, dass durch mögliche neue Kooperationen im Rahmen der Weiterentwicklung der Netzgesellschaft Strom und Gas neue Arbeitsplätze für die Region und natürlich auch für Bedburg generiert werden. Die weitreichende interkommunale Zusammenarbeit zwischen Bergheim, Elsdorf und Bedburg wird neue Synergien für alle drei Städte haben. Die Gründung des Digitalen Gemeinschaftsstadtwerkes ist ein erster wichtiger Schritt hierzu“, so Bürgermeister Sascha Solbach.

Weiteres Verfahren:

Das weitere Verfahren sieht vor, dass die Verwaltung die Gesellschaftsgründung vorbereitet und dem Rat der Stadt Bedburg zur Beschlussfassung vorlegt.

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